STROM

 

 

 

 

                                         

                 Das war der Tag an dem die Reichsbrücke einstürzte! Schreckenszenario für Verkehrs und Donauschifffahrt. (Sammlung Fabsits)

 

                                                                                    

 

                       DDSG - Vorstand zum Reichsbrückeneinsturz ( "Donau - Kurier" vom Oktober 1976)

Zu den Auswirkungen des Einsturzes der Reichsbrücke nahm der Vorstand der DDSG in einer Presseaussendung vom 28. September 1976 wie folgt Stellung:

Die finanziellen Verluste, die die DDSG durch den Einsturz der Reichsbrücke erlitten hat und voraussichtlich bis zur Herstellung normaler Schifffahrtsbedingungen im Juli 1977 zu tragen haben wird, lassen sich nun nach Eröffnung der provisorischen Schifffahrtsrinne mit einem hohen Grad an Genauigkeit beziffern. Sie werden allein bis Jahresende 1976 rund 56 Millionen Schilling betragen. Von dieser Summe entfallen auf die Frachtschifffahrt 53,2 Mill., und auf die Personenschifffahrt 2,8 Mill. Bis zur endgültigen Herstellung der normalen Schifffahrtsbedingungen voraussichtlich im Juli 1977 werden sich die Verluste der DDSG als Folge des Reichsbrückeneinsturzes auf insgesamt 77 Millionen S belaufen. Der Ausfall an Fracht wird bis Jahresende 630.000 t betragen, wobei die aufgrund einer Initiative der DDSG bereits ab 6.September begonnene Benützung des Donaukanals für die Überstellung besonders wichtiger Frachtgüter bereits berücksichtigt ist.

Andererseits lässt die eröffnete Schifffahrtsrinne nur einen beschränkten Transport unter sehr erschwerten Bedingungen zu. Bis zur Unterbrechung der Donauschifffahrt am 1. August 1967 hatte die DDSG im heurigen Jahr bereits 1,690 Mill. t Fracht befördert und das vergleichbare Vorjahresergebnis um 3,7 % übertroffen. Bei ungehinderte Schifffahrt wäre es dem Unternehmen aufgrund der kontraktierten Transporte bis Jahresende gelungen, die 3 Millionen- t - Grenze zu erreichen und damit den in der Geschichte des Unternehmens bisher noch nicht erzielten Vorjahresrekord von rund 2,7 Millionen Tonnen noch zu übertreffen. Für die Abdeckung der finanziellen Verluste seitens des Eigentümers ist Vorsorge getroffen worden.

Da die Schifffahrtsunterbrechung sich nur in einem Teil der Saison für die Fahrgastschiffe auswirkte, sind die Verluste in diesem Bereich geringer. Sie betragen für 1976 unter Berücksichtigung der eingetretenen Kostenminderung rund 2,8 Millionen S. Ob im Jahr 1977 weitere Verluste eintreten werden, wird davon abhängen, in wie weit und wie lange die Personenschifffahrt auch nach der Herstellung einer provisorischen Fahrrinne behindert sein wird. Durch die Blockierung des Donauverkehrs musste in der Saison 1976 der Ausfall von 3 Sonderfahrten der "Theodor Körner" hingenommen werden, wozu noch eine Verminderung des Personenaufkommens im Linienverkehr kommt.

                                                                                     

                                                             Strommeisterboote sondieren die provisorische Fahrrinne.

 

                                              Durchfahrt bei der Reichsbrücke eröffnet

Am Sonntag, dem 26.09.1976 konnten die Probefahrten in der provisorischen Fahrrinne am nördlichen Donauufer aufgenommen werden. Als erstes Fahrzeug passierte zunächst das DDSG - Zugschiff "Krems" erfolgreich die Fahrrinne. Die Probefahrten wurden bis Mittwoch fortgesetzt. Am Donnerstag, dem 30.09. , wurde schließlich um 10 Uhr offiziell der Betrieb aufgenommen. Die Befahrung der Engstelle ist vorerst in folgender Weise möglich:

Bergfahrt:    Schlepper mit einem beladenen Kahn mit 19 dm Tiefgang, soferne mehr als 1000 PS Schubkraft - keine Beschränkungen;

                      Motorgüterschiffe allein fahrend beladen bzw. leer - keine Beschränkungen;

                       Fahrgastschiffe zu Berg, ohne Passagiere, keine Schlepphilfe erforderlich;

                       Schubschiffe mit einem Schubleiter zu Berg, nur mit Vorspann.

Talfahrt:         Schleppverband mit 2 Kähnen je 16 dm Tiefgang 1000 PS Schubkraft, tiefer getauchte Kähne mehr als 1000 PS Schubkraft notwendig und auf kurzem Kreuzseil;

                        Motorgüterschiffe allein fahrend, beladen bzw. leer - keine Beschränkungen;

                        Fahrgastschiffe ohne Passagiere nur mit Vorspann;

                        Schubschiff mit einem oder zwei Schubleichtern je 18 dm Tiefgang (nebeneinander) unbedingt Vorspann;

                        Schiffe über 85 m Länge mit Vorspann.

Für die Probefahrten waren die Schiffe "Krems" und "Freudenau" von der Schifffahrtsbehörde gechartert. Sie werden in gleicher Weise als Vorspannschiffe auch weiter an der Engstelle Dienst leisten. An den Probefahrten waren neben diesen beiden Fahrzeugen neben zahlreichen Anhangobjekten die DDSG - Einheiten "Ybbs", "Prottes", "Linz", "Möll", "Piberbach" und "Puchenau" beteiligt. Die Einsatzbereitschaft und Sachkenntnis aller Schiffsführer und Besatzungen muss uneingeschränktes Lob gezollt werden.

 

                                      

    "Krems" mit GK 12514 und 450 t Kohle bei 12 dem Tiefgang zu Berg.  "Krems" talfahrend mit GK 10017 (17 dm) und 10034 (17 dm) und  MTS "Prottes" (18 dm). Verband MSS "Ybbs" mit "J. P. Gartner" (18 dm) und 10064 (17 dm) sowie MS "Freudenau" als Vorspann talfahrend.   Verband MSS "Linz" und SL 17003 (18 dm), als Vorspannschiff wiederum MS "Freudenau" bergfahrend. Die Behelfsbrücke nimmt schön langsam Konturen an. (Sammlung Wolf).

                             

    Schon ein imposantes Unternehmen: Die Eröffnung der prov. Fahrrinne. Die Stromaufsicht hatte Hochbetrieb und das DDSG Zugschiff MS "KREMS" war sozusagen der Vorreiter. (Sammlung Wolf)

 

 

                                                             

 

                                                                    Freie Fahrt zur Wolga  ( aus dem " Donau - Kurier" März 1974)

Im Auftrag der Sowjetunion baut die Schiffswerft Korneuburg 4 Fahrgastschiffe für den Personenverkehr auf der Wolga, deren Nebenflüssen und Kanäle. Das erste Schiff dieser Serie, die "Maxim Gorky", wurde vor dem Liefertermin fertig gestellt und sollte - die diesjährigen günstigen Wasserverhältnisse nützend - zu Jahresbeginn vorerst nach Galatz überstellt werden.

Wegen der überaus hohen Aufbauten mussten jedoch alle über der Sonnendeckebene liegenden Bausektionen (Kommandobrücke, Funkraum, Kapitänswohnraum und Kamin) demontiert und in zwei Güterkähne verladen werden. Um das Schiff mit eigener Kraft führen zu können, wurde provisorisch ein schnell zerlegbares kleines Steuerhaus aufgestellt und sämtliche erforderliche Bedienungselemente möglichst transportabel installiert. Nach Beendigung eines umfangreichen Erprobungsprogramms war das Schiff bereit, die Bauwerft zu verlassen. "Maxim Gorky", ein für die Donau recht gewaltiges Schiff hat folgende Abmessungen und Betriebsdaten:

Länge über alles       110,10m ,    Breite über alles.    14,50m.,    Höhe über Kiel:    14,02 m.    Fixpunkt über Kiel    12,27 m.,    Tiefgang:    2,02 m.,    Antrieb:    2 Schrauben.,     Geschwindigkeit:    ca.22kmh.    Motorleistung:    2x 900 PS/375 UpM.,

Hilfsaggregate:    3x450 PS/750 UpM (300 KW),    Schiffsgewicht:    ca. 1,750t.,    Vermessung:    ca. 4.200 BRT.,    Heck:    Zweiflächenruder.,    Bug:    Querstromaktivruder.,    Fahrgastkapazität:    214 Personen, 96 Kabinen.

Dem Antrag der Werft entsprechend, wurde von der DDSG die nautische Besatzung zur Übersetzung nach Galatz beigestellt, und zwar:

 Kommandant   Kpt. Walter    BÖCK
 II. Kapitän   Willibald        BREUER
 I. Steuermann   Emmerich      DÜRNER
 I. Steuermann ab Budapest   Johann           KOLLAR
 II. Steuermann   Johann           HOCHGATTERER
 II. Steuermann ab Budapest   Peter             SCHMEHL
 Bootsmann   Karl               HUBER

Alle anderen Funktionen wurden vom Personal der Werft besetzt.

Bedingt durch die Aufbauhöhe und den Tiefgang des Schiffes kamen nur solche Wasserstände für die Fahrt in Frage, die sowohl gefahrlose Brückendurchfahrten als auch möglichst risikofreie Furtenpassagen ermöglichten. Außerdem war der Abreisezeitpunkt so zu wählen, dass die Seichtstellen der Strecke Wien - Komarom von einer dem gegenwärtigen Pegelstand vorangegangenen Anstiegswelle ausreichende Wassertiefen aufwiesen.

Da drei Tage vor Reiseantritt im Bereich von 100 Streckenkilometern bei 9 Furten Wassertiefen von 2,20 bis 2,50 m sondiert wurden, war es auch Sicherheitsgründen erforderlich, die Fahrt bis vor Komarom im Schlepptau eines Zugschiffes durchzuführen. Die erforderliche Sondertransportbewilligung schloss überdies Nachtfahrten aus. Der Verlauf dieser doch außergewöhnlichen Reise geht am besten aus dem Kapitänsjournal hervor:

 

 10.01.1974  09.00  DDSG - Personal an Bord, Ruder- und Maschinenprobe
 11.01.1974  08.30  mit eigener Kraft ohne Schlepphilfe aus der Werft ausgelaufen, MS "Ostarrichi" gibt Schleppseil, Maschine spricht gut an, Schiff liegt etwas schwer im Ruder. Wendemanöver nach kurzer Vorausfahrt.
     Passage Floridsdorfer Brücke bei Pegel Wien 188, freie Durchfahrtshöhe 1m., freie Durchfahrtshöhe Ostbahnbrücke 1,20 m.
     Furtstelle bei km 1895 in Ordnung passiert,
     Bratislaver Brückendurchfahrt 2,47 m Freiraum, Schiff hält sich bei kleiner Fahrt nur schwer im Kurs,
     bei km 1815 leichte Grundberührung (Schotter), keine Schäden, Medved Durchfahrtshöhe über Steuerhaus 1,20 m.,
   17.20  bei km 1784 gewendet und vor Anker genächtigt, MS "Ostarrichi" fährt voraus nach Komarom.
 12. 01.1974  07.10  Weiterfahrt nach verzögertem Ankerhievmanöver, Talwendung ohne Schlepphilfe,
     freie Brückendurchfahrtshöhe Komarom 1,69 m,
     Steuerfähigkeit in freier (höherer) Fahrt ausreichend, Platzbedarf für Wendung etwa Schiffslänge plus Sicherheitsraum,
   08.30  an Komarom, ab 10.50, die im Fremdremork geführten NAVROM - Güterkähne mit unseren Aufbauten befinden sich auf Abfahrt wartend in Komarom,
     Fahrt bis km 1748 im Nebel,
   17.50  an Budapest, freie Brückendurchfahrtshöhen 3 bis 4,15 m, Lotsenwechsel, 19.00 Uhr, Nächtigung in Budapest
 13.01. 74  07.00  km 1642 talab, Sicht durch Nebel beeinträchtigt,
     km 1637/38 Wassertiefe etwa 2,5 dm,
     08.30 bis 11.00 Uhr bei km 1521 wegen Nebel vor Anker, ab km 1597 bessere Sicht und volle Fahrt,
     km 1560 bis km 1530 wegen Ölresträumung langsame Fahrt,
     freie Brückendurchfahrt bei Dunaföldvar 1, 20 m,
     17.30, Nächtigung bei km. 1507
 14.01. 74  07.20  talab, Nebel bis Baja, Brückenfreiraum 1,20 m,
   11.10-12.30  Zollrevision in Mohacs
   14.00 -16.00  Zollrevision in Bezdan
   17.30  km 1399 vor Anker, Nächtigung.
 15.01. 74  09.30  nach Nebel, verzögert talab
   17.00  bei km 1259 wegen Reparatur vor Anker, Nächtigung,
 16.01.74  07.30  talab nach Pegelablesung vom Beiboot aus,
     freie Brückendurchfahrt Novisad 25 dm, ab Theisseck sinkende Außentemperatur ( -4 Grad).
   17.00  an Gradiste, Nächtigung,
 17.01.74  07.30  talab nach Grenzkontrolle, Geschwindigkeit im Stausee 22- 24 km, bei Schleusenpassage Sip Freiraum über Bootskran 25 cm,
   14.50  an Turn Severin, Lotsenwechsel, Weiterfahrt um 15.50 Uhr, Aviso über 50% Eistreiben im Bereich Galatz- Braila,
   17.00  vor Anker bei km 910, Nächtigung;
 18.01.74  07.00  talab, Föhneinbruch, auffrischender Wind, Talfahrt mit ca. 25 km/h,
   17.20  km 660, Nächtigung;
 19.01.74  06.50  talab, bei km 559 Aufenthalt im Nebel, Weiterfahrt ab Giurgiu ebenfalls im Nebel,
   16.10  bei km 448 vor Anker, Nächtigung;
 20.01.74  06.40  talab, Nebel, Wassertiefe Cara Gheorghe 29 dm, Stromgebiet erst seit heute eisfrei,
   16.40  bei km 212 Nächtigung;
 21.01.74  07.00  talab,
   09.00  Braila, Macinkanal voll Eis,
   10.00  an Galatz, nach Zoll - und Passkontrolle Schiff im Reparaturhafen (Bassin) verheftet, Fahrt beendet.

         

Der nur kurz geschilderte, sich über 1973 Stromkilometer erstreckende Schiffstransport erforderte einen Zeitaufwand von ca. 100 Betriebsstunden innerhalb von 11 Tagen. Die auf zwei Güterkähnen der rumänischen Schifffahrtsgesellschaft NAVRON separat geführten Aufbauteile trafen am 9. Februar in Galatz ein, worauf die Fertigstellungsarbeiten in Angriff genommen werden konnten. Der nautisch große Anforderungen stellende Transport des Fahrgastschiffs konnte von der DDSG - Besatzung ohne Zwischenfälle durchgeführt werden. Die Schiffswerft Korneuburg war voll des Lobes über das bewiesene Können und sprach allen Beteiligten ihre uneingeschränkte Anerkennung aus.

                                        

Das russische Passagierschiff "Maxim GORKY" im Tau von MS "Ostarrichi", die Remorkhilfe bis kurz vor Komarom gab, passiert die Wiener Reichsbrücke. Kommandant war wohl der damals beste Kapitän Walter BÖCK. Einige dieser Seeschiffe wurden von DDSG- Mitarbeitern sowie Arbeitern der Schiffswerft Korneuburg an die untere Donau gebracht. Bis man doch bei der rumänischen, staatlichen Schifffahrtsgesellschaft "NAVROM" eine weitaus billigere Transportquelle fand. (Sammlung Wolf).

       

                              

 

                                                                                   

 

                                 

                                         Neue Schubschiffe auf der Donau "Meister 1" und " Meister 2 " einer österr. Reederei

 

      

      

 

             Nostalgietreffen 2004 in Wien und Korneuburg   

 

                                      

 

                                                                                                              

                                                     

 

 

 

                                                                      Hafenfest 2007

 

Auch dieses Jahr veranstaltete der rührige Verein Freunde Historischer Schiffe (F. H. S. ) ein zweitägiges Hafenfest in der Korneuburger Schiffswerft. Bei prächtigem Wetter konnten alte Schiffe und Fahrzeuge besichtigt werden. Zahlreiche Besucher ließen es sich an diesem September Wochenende nicht nehmen diese Veranstaltung zu besuchen. Unter ihnen auch zahlreiche ehemalige Schiffsjungen, die ihre ehemalige Ausbildungsstätte ,das Schulschiff, wiedersehen wollten. Dieses Objekt sollte, laut Programm, an den Verein zur weiteren Verwendung übergeben, und durch den Präsidenten Herrn Kapitän Giracek in Empfang genommen werden. Leider traf das ehemalige Schulschiff nicht in Korneuburg ein, und so wurde der Übergabetermin auf unbestimmte Zeit verschoben.

 

 

                              

            Das alles gab es im alten Korneuburger Werfthafen zu sehen und ließ das Herz der Schifffahrtsbegeisterten höher schlagen.

 

                   

                                  

                                    Hafenfest 2008

 

                                        

 

Schon zum vierten Mal veranstalteten die rührigen Freunde Historischer Schiffe das diesjährige Hafenfest. Wobei man diesmal leider Wetterpech hatte, denn am ersten Tag war es regnerisch und stark windig. Am zweiten Tag hatte der Himmel aber ein Einsehen, und es zeigte sich sogar oftmals die Sonne. Und was sehr wichtig war, es blieb trocken. Doch trotz des unwirtlichen Wetters am ersten Tag pilgerten wieder zahlreiche Freunde der Schifffahrt (und die es noch werden wollen) in die legendäre Schiffswerft.

Hauptattraktion war diesmal die MS "NEGRELLI", mit der ja der "Goiserer" im Vorjahr seine Donautour bis zum Donaudelta unternommen hatte. Aber auch sonst gab es da allerhand Interessantes zu sehen. So glaubte ich meinen Augen nicht zu trauen als ich am 100jährigen Güterschiff MS "WILLY" meinen ehemaligen Schiffsjungenmitarbeiter Dieter "Harry" P. entdeckte. Da das Schiff in der Schweiz stationiert war, musste es die lange Reise über den Rhein - Main- Donaukanal angetreten haben. Eine Tour, die mich sicherlich auch sehr interessiert, und gerne persönlich mitgemacht hätte. Aber leider hatte mich ja niemand gefragt. Natürlich wollte ich mit dem Schiffsführer des "Willy" auch diese Frage diskutieren, aber leider war sein Partner und er so beschäftigt, dass er dazu einfach keine Zeit fand. So erhielten wir nur den Button mit dem Aufdruck "Willy", was ich sehr nett fand.

Aber auch sonst schienen die Verantwortlichen ganz schön im Stress zu sein. Der umtriebige Präsident Hubert G. schoss so durch die Gegend, dass ich schon im seine Gesundheit fürchtete. Dabei wollte ich ihn nur fragen ob wir doch einmal unser altes Schulschiff, wie ja schon im Vorjahr versprochen, begrüßen könnten. Oder ob es irgendwo im Linzer oder Wiener Hafen vor sich hinrostet? 

 

                            

 

                                    

                                                                                               MS "NEGRELLI" im Originalzustand  

 

 

 

 

                                                                                            Hafenfest 2009

 

                                          aus der Bezirkszeitung NÖN

 

 

 

                                                                                             Hafenfest 2010

 

                                                                                 

Die Damen und Herren des rührigen Vereins "Freunde Historischer Schiffe" hatten wieder keine Kosten und Mühen gescheut, dem Publikum etwas zu bieten. Beim bereits 6. Hafenfest gab es viel zu sehen und da das Wetter diesmal auch mitspielte, wurde es wieder eine gelungene Veranstaltung. Es war schön anzusehen, welche Mühe sich der Verein mit der Renovierung der alten "Dampfschiffe" gemacht hatte. Jedem Schifffahrtsbegeisterten musste schier das Herz aufgehen beim Anblick dieser "Oldtimer". Sogar MS "Eisvogel" hatte den Weg aus dem Wiener Hafen in die Korneuburger Schiffswerft gefunden um sich dort, zusammen  mit der "Niederösterreich" zu präsentieren. Für Speis und Trank war gesorgt und diesmal spielte sogar eine Band auf. Unter ihren rockigen Klängen konnte man so manchen ehemaligen Schiffmann am Gelände oder auf den Schiffen erkennen, der es sich natürlich nicht nehmen ließ alles höchstpersönlich in Augenschein zu nehmen. Ein Hauch von Nostalgie kroch in einem hoch, wenn man sich die fast schon antiken Flussfahrzeuge ansah. Wo ist eigentlich die Zeit hingekommen als sie noch am Strom zu sehen waren? Deshalb ist es so wichtig, dass es Leute gibt, die aus Liebe zur Donau und den Schiffen, mit viel viel Herzblut nicht müde werden diese fast schon verlorenen Einheiten wieder fahrtauglich zu machen. Dafür gebührt ihnen Respekt, Hochachtung und vor allem großen Dank. Sie haben mit ihrer Arbeit dazu beigetragen, dass auch dieses Hafenfest wieder ein großer Erfolgt wurde. 

                         

    So bietet sich die Korneuburger Schiffswerft dem Besucher heute dar. Auch das ehemalige DDSG - Warenboot wurde vor der Verschrottung gerettet und wieder renoviert.   Großer Andrang schon am Vormittag.

                           

     Es gab viel zu sehen. So mancher "Dinosaurier" der Donau war schon einen Hingucker wert. Auch das österr. Bundesheer war diesmal mit einem Boot vertreten.

                           

    Eine eigene Musikband "rockte die altwürdige Werft.   Immer in Bewegung: Der rührige Präsident des Veranstalters.    Rot - Weiß - Rot beherrschte wieder einmal das Werftgelände.

                                              

    Auch Robert W., ein ehemaliger Schiffsjunge und schon längst gestandener Kapitän ließ es sich nicht nehmen dabei zu sein. Die Flucht des Robert W. Er lässt das Kommando des "Eisvogel" hinter sich. Noch ein letztes Fachgespräch mit dem leitenden Ing., dann wird das Schiff flacht fluchtartig verlassen. So schnell kann man gar nicht schauen befindet er sich schon auf dem Landungssteg, wo er mit großen Schritten an Land eilt. Alle Rufe "Hallo Robert!" verhallen ungehört... Der alte Mann und sein Schiff.

 

 

 

 

  

                         

                                                                                                                          

 

 

 

 

 

 

 

 

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